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Das 168er Prinzip, begrenzte Zeit

Das 168er Prinzip

Medienabhängigkeit lässt sich nicht anhand der online verbrachten Stunden bemessen. Allerdings spielt die Onlinezeit eine Rolle in unserem Leben, denn unsere tatsächliche Lebenszeit ist begrenzt.

Ein Tag hat 24 Stunden, eine Woche 168.

Es ist unsere Entscheidung, wie wir diese Zeit verbringen. Doch wenn ein Lebensbereich exzessiv ausgelebt wird, führt dies zwangsläufig zu Einschränkungen in anderen Lebensbereichen.

Daher lohnt sich ein Blick auf den persönlichen Wochenstundenplan, einfach mal durchkalkulieren, wie viel Zeit wir tatsächlich als Frei-Zeit zur Verfügung haben und wie wir diese verbringen.

Experiment

Versuche für jeden der Punkte einen mittleren Schätzungswert anzugeben, anschließend beobachte dich mal bewusst eine Woche lang. Die Beobachtung allein, kann die tatsächlichen Ergebnisse verfälschen, aber das ist nicht schlimm. Es geht ja darum, mal bewusst zu schauen und auch zu reflektieren, wie Du Deine Lebenszeit nutzt.

Die Rechnung

  • Schlafen – Achtung: nicht nur die reine Netto-Schlafzeit berechnen, auch die Zeit zum Einschlafen und Aufwachen berücksichtigen, quasi die Brutto-Bettzeit berechnen.
  • Essen
  • Hygiene
  • Arbeit oder Schule/ Universität, inklusive Anfahrt
  • Haushalt und Einkauf
  • Familie  – Auch mit Familie verbrachte Zeit kann Freizeit sein, z.B. das Spielen mit Kindern.
  • andere Verpflichtungen?

Was jetzt übrig bleibt, ist Frei-Zeit

  • Hobbies
  • Freunde
  • Onlinezeit  – Zeit die nicht nebenbei z.B. im Bus am Smartphone verbracht wird, sondern Zeit die ausschließlich online verbracht wird (KEINE Arbeitszeit), um zu spielen, soziale Netzwerke oder zahlreiche andere Möglichkeiten zu nutzen.

Wenn die Summe jetzt noch nicht 168 betrifft und Du Dich nicht selbst belogen hast, hast Du den Luxus in der Woche noch frei verfügbare Zeit übrig zu haben! Ist die Summe größer, hast Du Dich hoffentlich verrechnet –  eine Neuberechnung und Kalkulation ist auf jeden Fall nötig, wenn Du keine Zeitmaschine zur Verfügung hast.

Nebenbei-Onlinezeiten

Ein anderes Thema ist die Nebenbei-Onlinezeit – Zeit, die eigentlich mit den oberen Lebensbereichen verbracht, aber vom Smartphone begleitet wird. Hier müssen andere Fragen gestellt werden:

Ist es sinnvoll und ist es gut für Dich?

Ein digitaler Einkaufszettel ist eventuell sinnvoll und schadet nicht, so lange das Starren auf den Einkaufzettel keine Unfälle mit dem Einkaufswagen verursacht, was auch mit einem Blatt Papier passieren könnte. Entweder gucken oder laufen, zur eigenen Sicherheit im Supermarkt, wäre eine Empfehlung zu diesem Thema.

Digitale Medien beim Essen können sinnvoll erscheinen, vor allem, wenn man alleine isst. Das hat allerdings mögliche Konsequenzen: Es wird nicht mehr bewusst gegessen, dabei nicht abgeschaltet und vor allem nicht wahrgenommen, wie viel gegessen wird.


Anmerkung: Die Idee des 168er Prinzips wurde von Dr. med Andreas Richterich, im Seminar “Die Faszination virtueller Welten” kurz vorgestellt. Es wird in der Helios Klinik, Bochum eingesetzt. In diesem Beitrag wurde das Prinzip kreativ weiter ausgeführt zum Selbstexperiment.

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