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Person guckt durch Fernglas mit Facebook Logos

Was weiß Facebook über Dich?

Lesezeit 6 Minuten

Lesezeit 5 Minuten

Hier ein Foto gepostet, da ein Video geteilt, jetzt noch ein paar Likes für Posts Deiner Freunde verteilt – und schon gibt es zahlreiche neue Ereignisse in Deiner Timeline. Dass Facebook unsere Daten sammelt, dürfte spätestens seit den Schlagzeilen der letzten Jahre vielen bekannt sein. Nicht umsonst trägt das soziale Netzwerk den Spitznamen Datenkrake.

Dieser Umstand gilt natürlich insbesondere dann, wenn Du viel Zeit mit Facebook verbringst. Je intensiver Du das Netzwerk nutzt, desto mehr Daten kann es auch von Dir speichern. Irgendwann wird es schwer, den Überblick zu behalten.

Doch wie finde ich heraus, welche Informationen Facebook über mich gesammelt hat?

5 Klicks: So kommst Du an Deine Facebook-Daten

Früher war es nahezu unmöglich, herauszufinden, was Facebook über Dich weiß. Mittlerweile gibt es dafür glücklicherweise eine Funktion in den Einstellungen, die mit nur wenigen Klicks erreichbar ist. Folge einfach diesen Schritten:

  1. Oben rechts im Facebook-Menü auf den kleinen Pfeil klicken
  2. Auf Einstellungen (zweites von unten) klicken
  3. Links in der Navigation auf Deine Facebook-Informationen (drittes von oben) klicken

Jetzt hast Du die Auswahl, deine Daten entweder online einzusehen oder sie direkt herunterzuladen. Zum Ansehen klickst Du auf Zugriff auf deine Informationen, zum Herunterladen auf Deine Informationen herunterladen. Ich persönlich habe mich für das Herunterladen entschieden.

Filter: Welche Daten willst Du herunterladen?

Bevor ich meine Daten aus dem sozialen Netzwerk herunterlade, kann ich sie noch filtern:

  • Will ich alle Informationen herunterladen oder nur die aus einem bestimmten Zeitraum?
  • In welchem Format möchte ich meine Dateien bekommen: HTML oder JSON?
  • Welche Medienqualität wünsche ich mir: Hoch, mittel, niedrig?
  • Will ich nur ausgewählte Kategorien (z.B. Fotos, Kommentare, Likes) oder alle herunterladen?

Ich habe alle Voreinstellungen beibehalten (alle Daten, HTML, hohe Qualität, alle Kategorien) und lasse mir daraus meine Download-Datei erstellen – und das dauert. Nach einer knappen halben Stunde sind endlich alle meine Daten in einen Koffer gepackt und abholbereit. Ich klicke auf Herunterladen und 175 MB landen in meinem Download-Ordner. Diese Menge muss ich erst einmal verdauen.

Person steht hinter Daten Vorhang

Fazit: Interessant und erschreckend

Früher noch ein Kampf gegen Windmühlen, heute mit nur fünf Klicks machbar: An Deine gesammelten Facebook-Daten kommst du inzwischen mühelos. Menge und Inhalte dergleichen können aber erschreckend sein. Ein Blick hinein lohnt sich dennoch: Vielleicht weiß die Datenkrake ja doch nicht alles über Dich.

Übrigens: Du kannst Deine Facebook-Daten löschen – zumindest manche.

So kannst Du Deine Facebook-Daten löschen

Der Weg dorthin ist zunächst einmal derselbe wie oben:

  1. Oben auf den kleinen Pfeil klicken
  2. Auf Einstellungen klicken
  3. Links auf Deine Facebook-Informationen klicken

Um einzelne deiner Aktivitäten (Gefällt mir, Fotos, usw.) zu löschen, klickst Du nun auf das Aktivitätenprotokoll. Weiter unten könntest Du auch dein gesamtes Facebook-Konto löschen. Hier soll es aber erst einmal um Einzelnes gehen. Im Aktivitätenprotokoll ist alles aufgelistet, was Du jemals bei Facebook gemacht hast. Hier kannst Du nun auswählen, was Du löschen möchtest.

Frühjahrsputz bei Facebook

Allerdings brauchst Du hierfür viel Zeit und Muße. Denn für die Entfernung musst Du jedes Like, jeden Post und jedes Foto einzeln anklicken und auf Löschen oder Gefällt mir nicht mehr klicken. Ein Kästchen für „mehrere auswählen“ oder einen Button für „alles entfernen“ gibt es nicht.

Außerdem lassen sich nicht alle Elemente deines Protokolls entfernen, manche kannst du nur in Deiner Chronik verbergen. Diese Aktion ist also wie ein ganz normaler Frühjahrsputz: Sie kostet viel Zeit und Nerven. Aber Du musst ja nicht alles auf einmal durcharbeiten und wenn Du dann doch irgendwann mit dem gesamten Protokoll durch bist, fühlt sich das richtig gut an.

(Fotonachweise: glen carrie/unsplash, geralt/pixabay)

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