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Virtual Reality Abtauchen

Virtuelle Realitäten werden zunehmend Realität

Eine Brille aufsetzen und in eine andere Welt eintauchen, Ozeane entdecken oder das antike Ägypten, Abenteuer und Wissenschaft erleben, lernen und spielen. Das ermöglicht Virtual Reality (VR). Der Blick durch die VR-Brille erlaubt eine Abschottung der Realität und zugleich eine direkte 3D-Wahrnehmung des gewählten Programms.

Die VR-Technologie bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten neben der reinen Unterhaltung. So wird VR bereits in der Angst-Therapie eingesetzt oder auch in der Chirurgie, zur Ausbildung oder Vorbereitung auf Operationen. In der Bildung ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten: Orte können in virtuellen Welten besucht und erfahren werden. Der Kölner Dom ist bereits detailgetreu nachgebildet worden. Handlungsabläufe können realistisch geübt werden. Erfahrbare Lerninhalte können besser gelernt und gemerkt werden.

Die “HLS Cloud-Conference 2017” der Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) e.V. befasste sich unter dem Titel “Virtual Reality – Abtauchen war nie einfacher” mit den vielfältigen Möglichkeiten der VR-Technologie. Unser Kooperationspartner Die Techniker Hessen (TK) berichtete über die Tagung.

In virtuelle Welten abtauchen

VR-Brillen erlauben es dem Nutzer völlig in virtuelle Welten einzutauchen und die Realität zu vergessen. Diese Immersion lädt dazu ein, sich in der virtuellen Welt zu verlieren und möglicherweise von ihr abhängig zu werden. Doch das bedeutet genau wie bei den Computerspielen nicht, dass VR automatisch jeden süchtig macht.

Entscheidend ist, dass die Rückkehr in die reale Welt nach der Nutzung gelingt. Hierbei spielen auch Kleinigkeiten eine Rolle. Wer bei Tageslicht zu spielen beginnt und die Brille absetzt, wenn es bereits dunkel ist, hat möglicherweise Schwierigkeiten, in die Realität zurück zu finden. Wer darauf vorbereitet das Licht eingeschaltet hat, hat es mit der Orientierung leichter.

Wie ein guter Umgang mit der VR-Technologie gelingen kann, ist eine wichtige Frage, der wir uns stellen müssen. Auch die Teilnehmer der HLS Cloud-Conference haben diese Frage diskutiert, dabei war das Fazit, dass ein “kompetenter und maßvoller Umgang mit VR” wichtiger sei als ein Moralkodex. Hierzu wird die Zusammenarbeit verschiedenen Professionen gefordert.

Erzählt gerne in den Kommentaren, welche Erfahrungen Ihr bereits mit VR gemacht habt. Wie gelingt Euch am besten die Rückkehr nach dem Absetzen der Brille?

Blick in die Zukunft

Noch sind die Brillen schwer, doch Technik entwickelt sich, immer mehr wird möglich und die Produkte werden immer kleiner.

Auch die anderen Sinne werden in VR warhescheinlich eine zunehmende Rolle spielen, Haptik und auch der Geruchssinn können einbezogen werden. Je mehr Sinne bedient werden und je größer die Anwendungsgebiete, desto stärker verschwimmen die Grenzen zwischen Virtualität und Realität. Vielleicht müssen wir unser Verständnis von Realität auch neu definieren.

Die Vorstellung, dass wir Realität objektiv wahrnehmen können, ist eine Illusion.

(Wolfgang Schmidt-Rosengarten, ehemaliger Geschäftsführer der HLS, in seinem Grußwort zur Cloud-Conference)

Am 5. April startet “Ready Player One” in den Kinos, eine Romanverfilmung, die in der nahen Zukunft spielt. In “Ready Player One” ist das virtuelle Universum OASIS bereits zur Selbstverständlichkeit im Alltag geworden, wie heute die Smartphones. Fiktion oder realistische Zukunftsvision?

So furchteinflößend und schmerzhaft die Realität auch sein kann, sie ist der einzige Ort, an dem man wahres Glück finden kann.

(Halliday, Schöpfer der OASIS, Ready Player One von Ernest Cline)


Weitere Informationen zur HLS Cloud-Conference 2017 bietet die offizielle Dokumentation .

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